Celma Hotel ***
detall
Celma
Celma Hotel Celma
Celma Hotel Celma
Celma Hotel Celma
Celma Hotel Celma
Celma Hotel Celma
Celma Hotel Celma
detall
C. d’Àngel Guimerà 2 i 4  43815 Les Pobles, Aiguamúrcia (Alt Camp) Tel. + 34 977 639 458 Fax + 34 977 207 554 info@hostatgeriadecelmahotel.com
Die umgebung
Der Name von 'Celma' und der Templerorden
Celma
Lageplan
Die Hotelanlage Hotel Celma*** greift einen historischen Namen wieder auf: ‘el senyoriu de Celma’ (die Lehnsherrlichkeit von Celma), dessen Ursprung mit dem Templerorden verknüpft ist.

Zur Zeit steht ‘Celma’ und seine Gutshöfe unter dem Schutz des Denkmalpflegeamts (Patrimonio Histórico Artístico). Es handelt sich um ein Gebiet, das über das alte Dorf ‘Celma’ hinausgeht, welches in 743 m Höhe im östlichen Teil des Regierungskreises ‘Alt Camp’, am Fuße des Berges ‘Celma’ (801 m)  und der Ruinen der Burg ‘Celma’, gelegen ist. Dieser Ort wird erstmals 977 erwähnt; die in seiner Nähe errichtete Kirche Sankt Cristopherus wurde zur Pfarrkirche ernannt. Im Jahre 1142 wurde die Burg dem Templerorden überschrieben, und 1171 übergab der Bischof von ‘Barcelona’ auch die Pfarrgemeinde in deren Obhut, mit der Schaffung der ‘Komtur’, ‘Lehnsgut Sankt Christopherus von Celma’. Nach Verschwinden des Templerordens ging die Gemeinde in den Besitz der ‘hospitalers’ (Orden, gewidmet der Krankenpflege) des großen ‘Priorats’ von Katalonien über, die bis Ende des XVIII. Jh. weiterhin Lehnsleute entsandte. Es ist die gleiche Komtur, der seit dem XV. Jh. auch die Orte ‘Vallmoll’ und ‘Puigpelat’ unterstehen. 49 Gehöfte zählten 1358 zu dem Bezirk von ‘Celma’, von denen viele in der ‘Pla de Manlleu’ (Ebene von Manlleu) gegründet worden waren. In der Neuzeit wurde das Gut verlassen und es verbleiben nur noch die Reste der gotischen Kirche von Sankt Christopherus.

 ‘Celma’ ( oder ‘Selma’ gemäß der aktuellen Schreibform) bedeutet heute nichts Anderes als ‘historische archäologische Erinnerungen’ in Form von Ruinen einer Kirche und einer Burg, die sich hoch oben in einer Landschaft des ‘Alt Camp’ erheben, angrenzend an das ‘Baix Penedès’. Aber viele Jahrhunderte lang war es der Sitz einer Lehnsherrschaft, zunächst vom Templerorden und danach von den ‘hospitalers’, von wo aus ein großer Umkreis beherrscht wurde, mit Ausdehnung auf andere Orte des ‘Camp’ wie ‘Vallmoll’ und ‘Puigpelat’.

Die Gegend von ‘Celma’ ordnet sich in die Geschichte ein, als im X. – XII. Jh. das Geschlecht der  Santmartí die Wiedereroberung und Neubesiedlung dieser Zone des ‘Penedès’ betreibt, die die erste Burg und die Kirche auf der Höhe des Bergzuges errichten ließen, eingereiht in jene Verteidigungslinie, die sich von ‘Queralt’ über ‘Montagut’, ‘Montmell’, ‘Pinyana’, ‘Albà’..... bis zur Ebene von ‘Penedès’ erstreckte. Die Schwierigkeiten der Restaurierung jenes Grenzbereiches bewog die Burgherren, den Besitz mit all seinen dazugehörenden Feldern dem Templerorden zu überschreiben (1142), der gerade dabei war, sich in Katalonien zu etablieren. Die Einnahme von ‘Tarragona’ und ‘Tortosa’ Mitte des XII.Jh in den christlichen Bereich erleichterte die Wiederbesiedlung des gebirgigen Hinterlandes erheblich, mittels der Einrichtung eines Lehnsgutes (comanda) als Zentrum der Macht.. Auf diese Weise wurde das feudale Lehnswesen vorangetrieben, indem man feudale Burgverwalter/Burgverwalter (castlans) einsetzte, die für die öffentliche Ordnung und Verteidigung des Territoriums sorgten, wofür sie namentlich mit den sogenannten ‘dominical’-Feldern (Felder, mit freier Entscheidungsgewalt des Lehnsherrn) belehnt wurden, bzw. ihnen das Lehnsgut der Burg zugewiesen wurde. Und parallel dazu führte man die entsprechende Gründung von Kirchengemeinden seitens der Kirche von ‘Barcelona’ durch (1171), wobei diese den Templerorden mit der Genehmigung dessen Prälaten damit beauftragte.

Im Verlauf des XIII. Jh. löste das feudale Vorgehen dieser Lehnsherren die Schichten freier Bürger  und die allgemeine Gerichtsbarkeit auf, und endete schließlich in einer vollen Feudalherrrschaft. Spätere Zugeständnisse des Könighauses an die Lehnsherren, Gerechtigkeit auszuüben, rundeten  die Struktur ab, was zu einer wirklichen Lehnsherrlichkeit mit Gerichtssprechung auf ‘Celma’ führte.

Die Auslöschung des Templerordens Anfang des XIV. Jh. brachte die Übertragung ihrer Herrschaftsbereiche, - in unserem Fall  die Burg von ‘Celma’ -, an den ‘Hospital-Orden’ mit sich. Die Wirtschaftskrisen und demographischen Probleme (schwarze Pest, Jahre mit Sterilität), feudale Gewaltakte, die Vorfälle der internen Kriege des XV. Jh., und später in der Neuzeit das Räubertum berührte zutiefst die Stabilität das Lehnsgut von ‘Celma’. Allerdings erlebte es auch Phasen des Aufschwungs, wie z.B. im XVI. Jh. durch die Zusammenfassung der Ländereien in wenige Hände, was eine bessere landwirtschaftliche Nutzung der verschiedenen bestehenden Höfe ermöglichte. Man reduzierte die Leistungen von Agrarprodukten, und ging stattdessen über zu festen Abgaben in Bargeld.

Die borbonischen Reformen und die folgende staatliche Intervention setzten dem Feudalsitz von ‘Celma’ stark zu, mit der Infragestellung seiner Privilegien und sonstigen Vergünstigungen, und ab Mitte des XVIII. Jh. kam der zunehmende Druck von Steuerabgaben hinzu. Ebenso wirkten sich Anfang des XVIII. Jh. die politischen und militärischen Unruhen, sowie die Einsetzung des verfassungsmäßigen Regimes, radikal auf die Lehnsherrschaft in ‘Celma’ aus, sowohl in Bezug auf seinen feudalen wie auch kirchlichen Anspruch.

Wurde 1831 bereits das Lehnsgut der Krone einverleibt, so stellte das Konkordat im Jahre 1851 ein endgültiges Auslöschen des Ordens dar.

Die Burg von ‘Celma’ beherrscht die Ruinen dieses kleinen Dorfes gleichen Namens, welches in den dreißiger Jahren des XX. Jh. völlig verlasen wurde. Es war zwar nicht der einzige Ort in dem ausgedehnten Gebiet, das zur Burg gehörte, trotzdem aber nahm er einen sehr bedeutenden Platz in der internen Aufteilung ein. Die zahlreich vorhandenen Bauernhöfe sind, besonders ab dem XII. Jh., ein Beweis für die historische Wichtigkeit dieser Verteidigungslinie, die dazu beitrug, das neue Katalonien zu festigen. Einige von ihnen bestehen noch heutzutage.

Information entnommen aus den “Quaderns de Vilaniu / Miscel.lània l’Alt Camp” num. 9 (1986), S. 82-84,  und “El senyoriu deCelma, l’esquema funcional’  von Lluis M. Figueras Fontanals, <Institut d’ Estudis Vallencs, 1999>,


Links von Interesse

Les Pobles, Land der "grallers".
"Les Pobles" und das Kloster "Santes Creus".
Der Gemeindebezirk von "Aiguamúrcia".
Link "Ruta del Cister".

Hotel Celma *** separador
e-mail
Druck empfehlen Sie uns Freund Kontakt Lageplan